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Chargen- und Haltbarkeitskennzeichnung: Was Hersteller wissen müssen

Ein Rückruf ohne Chargennummer wird schnell zum Problem. Was du zur Chargen- und Haltbarkeitskennzeichnung wissen solltest, branchenübergreifend.

Ein Rückruf ohne Chargennummer wird schnell zum Problem: Ohne klare Zuordnung lässt sich nicht sagen, welche Produkte betroffen sind. Was Hersteller zur Chargen- und Haltbarkeitskennzeichnung wissen sollten, liest du hier.

Warum die Chargennummer mehr ist als eine Formalität

Eine Charge fasst alle Produkte zusammen, die unter denselben Bedingungen produziert wurden, meist am selben Tag oder aus demselben Rohstoff-Los. Taucht später ein Qualitätsproblem auf, lässt sich dank Chargennummer gezielt nur diese eine Charge zurückrufen, statt vorsorglich die gesamte Produktion vom Markt zu nehmen. Das spart Kosten und schützt gleichzeitig das Vertrauen in die übrigen, einwandfreien Produkte.

Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum?

Die beiden Begriffe werden oft verwechselt, meinen aber Unterschiedliches:

Mindesthaltbarkeitsdatum
Bedeutung: Qualität kann nachlassen
Nach Ablauf: oft noch bedenkenlos nutzbar
Typisch für: länger haltbare Produkte
Verbrauchsdatum
Bedeutung: Sicherheitsrisiko nach Ablauf
Nach Ablauf: nicht mehr verwenden
Typisch für: leicht verderbliche Produkte

Variable Daten drucken statt vorbedrucken

Für Chargennummern und Haltbarkeitsdaten, die sich bei jeder Produktion ändern, eignet sich der Thermotransferdruck: Ein Drucker bedruckt die Etiketten direkt während des Abfüll- oder Verpackungsprozesses mit den jeweils aktuellen Daten.

Zwei Ansätze im Vergleich
Thermotransferdruck für Angaben, die sich bei jeder Produktion ändern, wie Charge und Datum. Vorbedruckte Systeme mit fester Jahresfarbe für wiederkehrende, planbare Angaben, wie bei Prüfplaketten üblich.

Material passend zur Haltbarkeitsumgebung wählen

Das Etikettenmaterial sollte zur Umgebung passen, in der das Produkt seine Haltbarkeit erreicht. Lagert die Ware im Tiefkühlbereich, braucht es ein Material, das Kälte und Kondenswasser standhält. Soll die komplette Chargenhistorie später per Scan abrufbar sein, lässt sich diese Information zusätzlich über ein QR-Code-Etikett mit der Chargennummer verknüpfen.

Chargenkennzeichnung für deine Produktion?
Wir beraten dich zu Material und Druckverfahren für variable Daten.

Häufig gefragt zur Chargen- und Haltbarkeitskennzeichnung

Was ist der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum?
Nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum kann ein Produkt an Qualität verlieren, ist aber meist weiterhin sicher. Nach dem Verbrauchsdatum besteht dagegen ein tatsächliches Sicherheitsrisiko, das Produkt sollte nicht mehr verwendet werden.
Warum lohnt sich eine Chargennummer, auch ohne gesetzliche Pflicht?
Sie ermöglicht im Fall eines Qualitätsproblems einen gezielten statt einen pauschalen Rückruf, das spart Kosten und schont das Vertrauen in die übrige Produktion.
Wie drucke ich wechselnde Chargennummern auf meine Etiketten?
Für sich ändernde Daten eignet sich der Thermotransferdruck, der Etiketten direkt während der Produktion mit den jeweils aktuellen Angaben bedruckt.