Etikettenklebstoffe und wie sie zu lösen sind

Jeder kennt es, das endlose herumknibbeln an hartknäckigen Etiketten, die sich einfach nicht lösen lassen wollen. Und am Ende hinterlassen sie auch noch hässliche Klebespuren. Um so etwas zu vermeiden, gibt es unterschiedliche Klebestoffe, die verschiedenen Anforderungen gerecht werden.


In unserem Sortiment befinden sich unter anderem die Klebstoffe „permanent haftend“ (1), „permanent, extra stark“ (2) und „ablösbar“ (3). Diese unterscheiden sich wie folgt:

  1. Etiketten dürfen bei einer vereinbarten Klebkraftstufe nicht rückstandsfrei und unzerstört entfernt werden können.
  2. Etiketten sind aufgrund der extra starken Haftung schnell und einfach auf allen Oberflächen – egal ob trocken, kühl oder feucht – anzubringen und besonders als Umzugsetiketten beliebt. Diese Etiketten sind für alle Inkjet-, (Farb-)Laserdrucker sowie (Farb-)Kopierer perfekt geeignet und daher für jegliche Anwendungen in Industrie, Logistik oder im privaten Bereich einsetzbar.
  3. Etiketten mit diesem Klebstoff müssen eine unverrückbare und dauerhafte Verbindung mit dem Untergrund eingehen, müssen sich jedoch innerhalb einer Klebedauer von 2 Jahren rückstandsfrei und ohne Zerstörung des Untergrundes von diesem entfernen lassen. Allerdings muss der Untergrund für diesen Klebstoff ausreichend geeignet sein.

Weitere Kategorien sind „abziehbar + wiederhaftend“, „klebstofffrei“, „magnetisch“, „semipermanent“ und „wieder ablösbar mit Öl“.

Unterschiedliche Klebkraft – woran liegt das?

Unterschieden wird zwischen den Hauptklebstoffen Kautschuk Kleber und Acrylkleber. Welcher der beiden besser geeignet ist, um beim Anbringen der Etiketten ein perfektes Ergebnis zu erzielen ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Sie sollten sich im Vorfeld über die Beschaffenheit der Oberfläche, die gewünschte Dauer der Klebehaftung, mögliche Umwelteinflüsse und gesetzliche Richtlinien Gedanken machen. Denn abhängig von dem zu beklebenden Hintergrund (feucht, fettig, gefroren, uneben, rau) und den zu erwartenden äußeren Einwirkungen (Abrieb, Nässe, Hitze, Kälte), benötigen die Aufkleber unterschiedliche Eigenschaften.

Acryl-Kleber eignet sich aufgrund seiner festen Struktur zum Beispiel besonders für glatte Oberflächen. Die zähfließende Struktur von Kautschuk-Kleber ermöglicht hingegen eine sehr gute Verbindung mit rauen Oberflächen, da der Klebstoff in die Vertiefungen eindringt. Bei glatten Oberflächen hingegen quilt der Kautschuk-Kleber seitlich heraus und hinterlässt unschöne Flecken.

Um Etiketten beständig gegen Regen, Licht und weitere äußere Einflüsse zu machen, kommt es neben dem Haftklebstoff auch auf das Obermaterial drauf an. Papieretiketten sind zwar meist günstiger in der Anschaffung, besitzen allerdings nur eine sehr geringe Resistenz und eignen sich daher eher für kurzfristige oder geschützte Einsätze. Kunststoffetiketten oder Folienetiketten sind deutlich robuster und vielfältig einsetzbar.

Klebeetiketten lösen – Tipps und Tricks

Prinzipiell gilt, erst mit Wärme und Wasser versuchen, bevor härtere Mittel zu Hilfe geholt werden. Für viele Etiketten wird ein Schmelzklebstoff verwendet, welcher sich beim Erwärmen mit einem Föhn einfach lösen und rückstandslos abziehen lässt. Außerdem sind viele Klebstoffe wasserlöslich. Nach einem kurzen Wasserbad mit etwas Spüli, lösen sich Aufkleber häufig von selbst. Rückstände können mit einem Streifen Tesafilm abgezogen werden.

Auch Hausmittel auf Fett- und Ölbasis können Wunder wirken und die harten Mittel wie Spiritus, Nagellackentferner und Waschbenzin somit vermieden werden. Wichtig ist dabei, die Ränder des Aufklebers vor dem Einstreichen mit Hausmitteln wie Speise- oder Orangenöl etwas anzuheben, damit das Fett sich mit dem Kleber verbinden und ihn dadurch lösen kann.