Etikettendruck
Peel-off-Etiketten drucken lassen
Mehrlagige Etiketten mit einer Klappe, die aufgeht und wieder zugeht. Drei, fünf oder sieben bedruckbare Seiten auf derselben Fläche, mit tastbarem Warndreieck und Blindenschrift auf Wunsch.
Ihre Etiketten sind in 10 bis 12 Werktagen ab Druckfreigabe bei Ihnen, je nach Lagenzahl und Veredelung. Ein Muster, an dem Sie die Klappe mehrfach auf und zu machen können, bekommen Sie vorab.
Was unter der Klappe liegt
Vorn steht, was immer sichtbar sein muss. Darunter liegt der lange Text. Und auf der Klebeseite entscheidet sich, ob die Klappe überhaupt aufgeht. Klicken Sie die drei Ansichten durch.
Ansicht
Eine Ansicht, keine Bestellung. Wie viel Text bei Ihnen unter die Klappe passt und wie viele Lagen es dafür braucht, rechnen wir aus, sobald wir Format und Textumfang kennen.
Sie finden dieses Produkt auch unter Mehrlagenetiketten, Multilayer-Etiketten, Aufklappetiketten und mehrseitigen Haftetiketten. Gemeint ist immer dasselbe: eine Klappe, die aufgeht und wieder zugeht.
Peel-off, Coupon oder Booklet?
Drei Bauformen für dasselbe Problem, zu wenig Fläche. Der Unterschied liegt darin, ob etwas mitgenommen wird und wie viel Text dazukommt.
Drei Dinge, die bei Peel-off anders sind
Der Druck ist der einfache Teil. Diese drei Punkte entscheiden, ob die Klappe aufgeht, ob sie zubleibt und wie viel Text hineinpasst.
- Die leimfreie Zone macht die Klappe erst aufKlebstoff wird nicht über die ganze Fläche aufgetragen, sondern nur dort, wo er halten soll. Am Öffnungsrand bleibt eine Zone ohne Leim, und genau dort greift der Kunde. Form, Lage und Laufrichtung dieser Zone sind frei wählbar, wir setzen sie direkt in der Produktion.So machen wir esWir planen rund 5 mm leimfreie Zone entlang der Öffnungskante ein, immer entgegen der Spenderichtung Ihrer Anlage, damit die Klappe nicht beim Etikettieren aufgestellt wird. Auf Wunsch kommt eine gestanzte Nase dazu.
- Wiederverschließen ist eine eigene EinstellungDie Decklage soll sich zehn Mal öffnen und wieder schließen lassen, ohne dass das Papier einreißt und ohne dass sie beim Transport von selbst aufgeht. Dazwischen liegt ein schmaler Korridor. Zu schwach heißt offene Klappen im Karton, zu stark heißt eingerissene Ecken.So machen wir esWir stellen die Haftkraft auf Ihren Fall ein und schicken ein Muster, an dem Sie mehrfach auf und zu machen können. Erst wenn das passt, geht die Auflage in Druck.
- Drei, fünf oder sieben SeitenZwei Lagen ergeben drei bedruckbare Seiten, drei Lagen fünf, vier Lagen sieben. Die Zahlen sind ungerade, weil die Unterseite des Basisetiketts auf dem Produkt klebt und ausfällt. Alle Seiten lassen sich vierfarbig bedrucken, auch mit wechselnden Daten.So machen wir esWir sagen Ihnen nach dem Textumfang, wie viele Lagen es braucht, und liefern ein Schema, das zeigt, welche Datei auf welcher Seite landet. Ab etwa zehn Sprachen ist allerdings das Booklet die bessere Bauform.
Tastbare Warnung und Blindenschrift
Zwei Dinge, die auf dem Etikett landen, aber nicht gelesen, sondern gefühlt werden. Beide lassen sich in ein Peel-off integrieren, und beide gehören auf die Decklage.
- Tastbarer GefahrenhinweisWird ein gefährlicher Stoff oder ein Gemisch an die breite Öffentlichkeit abgegeben, muss die Verpackung nach Anhang II der CLP-Verordnung einen tastbaren Gefahrenhinweis tragen, und zwar unabhängig vom Fassungsvermögen. Betroffen sind unter anderem akut toxische, hautätzende, atemwegssensibilisierende und aspirationsgefährliche Erzeugnisse, karzinogene, keimzellmutagene und reproduktionstoxische der Kategorie 2, zielorgantoxische der Kategorien 1 und 2 sowie entzündbare Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe.
- Die Norm dazuDie technischen Vorgaben für den tastbaren Gefahrenhinweis stehen in der EN ISO 11683, Verpackung, tastbare Gefahrenhinweise, Anforderungen. Sie legt Form und Maße des gleichseitigen Dreiecks fest. Wir setzen es als Prägung oder als aufgetragene Struktur um.
- Blindenschrift auf ArzneimittelnNach § 10 Absatz 1b AMG muss die Bezeichnung des Arzneimittels auf der äußeren Umhüllung auch in Blindenschrift stehen. Ausgenommen sind Arzneimittel, die ausschließlich durch Angehörige der Heilberufe angewendet werden, und Behältnisse bis 20 ml oder 20 Gramm.
- Was das für die Klappe heißtBeides muss am geschlossenen Etikett funktionieren. Ein Warndreieck unter der Klappe ist wertlos, weil niemand danach sucht, und Blindenschrift unter der Klappe erst recht. Beides gehört deshalb auf die Decklage, mit ausreichend Abstand zur Anfasslasche, damit es beim Öffnen nicht unter den Fingern liegt.
Wir sind keine Rechtsberatung. Ob Ihr Produkt einen tastbaren Gefahrenhinweis oder Blindenschrift braucht, ergibt sich aus der Einstufung und der Abgabeform und gehört in die Hand Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ihrer Behörde oder Ihres Fachanwalts. Wir setzen um, was Sie brauchen.
Wofür Peel-off-Etiketten eingesetzt werden
Fast immer geht es um Pflichttexte auf kleinen Gebinden. Der Text muss am Produkt bleiben, und die Schauseite soll frei bleiben.
- Gefahrstoffe in kleinen GebindenEine 250-ml-Flasche hat keine Fläche für H- und P-Sätze in fünf Sprachen. Unter der Klappe ist Platz dafür, und die Piktogramme bleiben vorn sichtbar.
- Klebstoffe, Lacke und BauchemieVerarbeitungshinweise, Topfzeit, Untergründe und Sicherheitsangaben, alles am Gebinde. Die Decklage hält Lösemittel und Handschuhe aus.
- Pflanzenschutz im HandverkaufDie Gebrauchsanleitung ist behördlich vorgegeben und lang. Sie gehört unter die Klappe, das tastbare Warndreieck und die Zulassungsnummer nach vorn.
- Arzneimittel und MedizinprodukteGebrauchsinformation direkt am Produkt statt als loser Zettel. Die Bezeichnung steht in Blindenschrift auf der Decklage, Charge und Verfalldatum bleiben lesbar.
- Kosmetik und KörperpflegeDie INCI-Liste ist lang und muss vollständig auf die Packung. Vorn bleibt Platz für das Design, hinten steht alles, was das Recht verlangt.
- Reinigung und DesinfektionDosiertabellen, Einwirkzeiten und Wirkspektren füllen schnell mehrere Seiten. Unter der Klappe stehen sie da, wo sie gebraucht werden.
- Nahrungsergänzung und DiätetikVerzehrempfehlung, Nährwerte je Portion, Warnhinweise und mehrere Sprachen auf einer schmalen Dose. Genau der Fall, für den es die Klappe gibt.
- Aktionen mit Code unter der KlappeEin Gewinncode, ein QR-Code oder ein Rezept, das erst sichtbar wird, wenn man aufmacht. Nach der Aktion läuft dasselbe Etikett ohne Klappe weiter.
Die Bauteile
Decklage, Zwischenlage und Basisetikett werden getrennt gewählt, ebenso die beiden Klebstoffe. Aus dieser Kombination ergibt sich, wie sich die Klappe anfühlt.
| Bauteil | Wofür es sich eignet |
|---|---|
| Decklage aus Papier | Der Standard. Gut bedruckbar, matt oder glänzend, lässt sich beschriften. Für trockene Umgebungen und für alles, was im Regal steht. |
| Decklage aus PP-Folie | Nassfest, reißfest und beständig gegen Öl und Lösemittel. Die Wahl bei Chemie, Werkstatt und Bauchemie, wo die Klappe auch mit Handschuhen aufgeht. |
| Decklage transparent | Wenn das Basisetikett schon geschlossen durchscheinen soll, etwa weil dort ein Bild oder eine Farbfläche liegt. Helle Farben brauchen dann Weißdruck. |
| Zwischenlage | Bei fünf oder sieben Seiten kommt eine dritte oder vierte Lage dazu. Sie ist beidseitig bedruckbar und trägt die Sprachen, die vorn keinen Platz mehr finden. |
| Klebstoff der Decklage | Schwach eingestellt und wiederverschließbar, dazu die leimfreie Zone am Öffnungsrand. Auf Wunsch stärker, wenn die Klappe selten geöffnet wird. |
| Klebstoff des Basisetiketts | Permanent, stark haftend, ablösbar oder tiefkühlgeeignet, wie bei jedem anderen Etikett auch. Bei tiefen Temperaturen prüfen wir die Haftkraft der Klappe gesondert. |
Lieferbar als Rolle, Bogen, Einzelnutzen oder Leporello, mit oder ohne Lochrand, auf Wunsch mit Perforation nach jedem Etikett. Eckig, rund, oval und Sonderformen sind alle möglich.
Worauf Sie beim Gestalten achten sollten
Vier Punkte, die wir sonst nachträglich mit Ihnen klären müssten. Links jeweils die Variante, die uns Arbeit macht, rechts die, die funktioniert.
Das Warndreieck gehört nach vorn
Ein tastbarer Gefahrenhinweis unter der Klappe ist wirkungslos, denn er soll gerade dann warnen, wenn niemand hinsieht. Er gehört auf die Decklage, mit Abstand zur Anfasslasche, damit er beim Öffnen nicht unter den Fingern liegt. Dasselbe gilt für Blindenschrift.
Die leimfreie Zone in die Datei schreiben
Wir brauchen rund 5 mm ohne Leim entlang der Öffnungskante. Dort gehört kein wichtiger Text hin und kein Barcode, denn die Zone wird angefasst und mit der Zeit schmuddelig. Sagen Sie uns auch, an welcher Kante geöffnet werden soll.
Was draußen bleiben muss, bleibt draußen
GHS-Piktogramme, Signalwort, Produktname, Nennfüllmenge und Barcode gehören auf die Decklage. Unter die Klappe kommt, was man nachschlägt: H- und P-Sätze in allen Sprachen, Dosierung, Erste Hilfe, Entsorgung.
Drei, fünf oder sieben, nichts dazwischen
Jede zusätzliche Lage bringt zwei Seiten. Vier ist deshalb keine mögliche Seitenzahl, sechs auch nicht. Planen Sie den Text auf die vorhandenen Seiten, und wenn eine leer bleibt, ist das kein Problem. Wenn sieben nicht reichen, wird es ein Booklet.
So entsteht Ihr Peel-off-Etikett
- Text aufteilenZuerst wird sortiert: Was muss geschlossen sichtbar sein, was darf unter die Klappe? Daraus ergibt sich, ob drei, fünf oder sieben Seiten nötig sind.
- Leimfreie Zone festlegenAn welcher Kante wird geöffnet, wie breit wird die Zone, kommt eine gestanzte Nase dazu? Wir stimmen das auf Ihre Etikettieranlage ab, damit nichts aufgestellt wird.
- Muster zum Auf und ZuEin Muster im echten Material mit der echten Haftkraft. Sie machen es mehrfach auf und zu und sagen uns, ob es zu leicht oder zu schwer geht.
- Drucken, kaschieren, stanzenAlle Lagen werden gedruckt, zusammengeführt, gestanzt und auf die Rolle gewickelt, die zu Ihrer Anlage passt. Prägung für Warndreieck und Blindenschrift läuft im selben Durchgang.
Peel-off-Etiketten stimmen wir persönlich ab
Schicken Sie uns das Format der Schauseite und den vollständigen Text, den Sie unterbringen müssen, dazu die Angabe, ob von Hand oder maschinell etikettiert wird. Wir sagen Ihnen, wie viele Lagen es braucht, machen einen Vorschlag zur Aufteilung und legen ein Muster zum Auf und Zu bei.
Häufige Fragen zu Peel-off-Etiketten
Was ist ein Peel-off-Etikett?
Ein mehrlagiges Haftetikett mit einer Klappe, die sich aufziehen und wieder schließen lässt. Unten klebt das Basisetikett dauerhaft auf dem Produkt, darauf liegt die Decklage, bei Bedarf noch eine Zwischenlage. Alles bleibt am Produkt, nichts wird entnommen. Geläufig sind auch die Namen Mehrlagenetikett, Aufklappetikett und Multilayer-Etikett.
Wie viele Seiten kann ich bedrucken?
Drei, fünf oder sieben. Zwei Lagen ergeben drei bedruckbare Seiten, drei Lagen fünf, vier Lagen sieben. Die Zahlen sind ungerade, weil die Unterseite des Basisetiketts auf dem Produkt klebt und ausfällt. Vier oder sechs Seiten gibt es deshalb nicht. Alle Seiten sind vierfarbig bedruckbar, auch mit wechselnden Daten wie Chargen oder Nummern.
Was ist der Unterschied zum Coupon-Etikett?
Beim Peel-off bleibt die Klappe am Produkt und lässt sich wieder schließen, es geht um Text, der dauerhaft dabei sein muss. Beim Coupon, also dem Doppellagen-Etikett, wird die obere Lage entnommen und mitgenommen, etwa als Gutschein oder als Beleg für die Akte. Technisch ist der Unterschied vor allem die Einstellung der Haftkraft: einmal sauber freigeben oder viele Male halten.
Wann brauche ich stattdessen ein Booklet?
Wenn sieben Seiten nicht reichen. Als Faustregel: Ab etwa zehn Sprachen oder bei sehr langen behördlich vorgegebenen Texten wird das Peel-off zu dick, und ein Booklet-Etikett mit bis zu 32 Seiten ist die passende Bauform. Solange Sie mit drei bis fünf Seiten auskommen, ist das Peel-off dünner, günstiger und auf der Anlage unproblematischer.
Was ist eine leimfreie Zone?
Ein Bereich, in dem kein Klebstoff aufgetragen oder der Klebstoff neutralisiert wird. Wir setzen ihn direkt in der Produktion, Form und Lage sind frei wählbar. Beim Peel-off läuft die leimfreie Zone entlang der Öffnungskante und ist etwa 5 mm breit. Ohne sie klebt die Klappe vollflächig fest und niemand bekommt sie auf.
Wie oft lässt sich die Klappe öffnen?
Bei richtig eingestellter Haftkraft viele Male. Der Korridor ist allerdings schmal: Zu schwach und die Klappen stehen schon im Karton offen, zu stark und die Ecke reißt beim ersten Öffnen ein. Wir stellen die Kraft auf Ihren Fall ein und schicken ein Muster, an dem Sie mehrfach auf und zu machen können, bevor die Auflage läuft.
Kann ein tastbares Warndreieck integriert werden?
Ja. Wird ein gefährlicher Stoff oder ein Gemisch an die breite Öffentlichkeit abgegeben, verlangt Anhang II der CLP-Verordnung bei bestimmten Einstufungen einen tastbaren Gefahrenhinweis, unabhängig vom Fassungsvermögen. Die technischen Vorgaben stehen in der EN ISO 11683. Wir bringen das Dreieck auf der Decklage an, nicht darunter, denn es muss am geschlossenen Etikett zu ertasten sein.
Und Blindenschrift?
Ebenfalls möglich. Nach § 10 Absatz 1b AMG muss die Bezeichnung eines Arzneimittels auf der äußeren Umhüllung auch in Blindenschrift stehen. Ausgenommen sind Arzneimittel, die ausschließlich von Angehörigen der Heilberufe angewendet werden, und Behältnisse bis 20 ml oder 20 Gramm. Wie beim Warndreieck gehört die Prägung auf die Decklage.
Läuft das auf meiner Etikettiermaschine?
Meistens ja. Ein dreiseitiges Peel-off ist rund 0,25 mm dick, ein Standardetikett etwa 0,15 mm, bei sieben Seiten sind es rund 0,4 mm. Wichtiger als die Dicke ist die Spenderichtung: Die Anfasslasche muss hinten liegen, sonst stellt die Spendekante die Klappe auf und die Anlage steht. Sagen Sie uns Fabrikat und Typ, dann legen wir es passend an und schicken ein Muster zum Probelauf.
Welche Daten brauchen Sie von mir?
Ein PDF je Seite oder ein mehrseitiges PDF in der Lesereihenfolge, dazu die Angabe, welche Seite wohin gehört. 3 mm Beschnitt, Schriften eingebettet oder in Pfade gewandelt, Bilder in 300 dpi. Wichtig ist die Aufteilung: Was muss geschlossen sichtbar sein? Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie uns den Gesamttext, wir machen einen Vorschlag.
Gibt es das auch als Bogen oder einzeln?
Ja. Rolle für die Anlage, Bogen für den Handbetrieb, Einzelnutzen oder Leporello, mit oder ohne Lochrand und auf Wunsch mit Perforation nach jedem Etikett. Eckig, rund, oval und Sonderformen sind alle möglich, jede Kontur braucht ihre eigene Stanzform.
Warum kann ich Peel-off-Etiketten nicht im Konfigurator zusammenstellen?
Weil die Aufteilung des Textes und die Haftkraft der Klappe die eigentlichen Fragen sind, und beide beantwortet kein Formular. Dazu kommen Lagenzahl, leimfreie Zone, Spenderichtung und gegebenenfalls Prägungen für Warndreieck und Blindenschrift. Der Konfigurator deckt unser Standardsortiment ab, Peel-off-Etiketten stimmen wir persönlich mit Ihnen ab.
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Format und der vollständige Text genügen für die erste Einschätzung.
Blanko Etiketten auf DIN-Bogen finden Sie unter Endi-Haft, alle Etikettenarten im Etikettendruck.