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Etikettendruck

Hochtemperaturetiketten drucken lassen

Etiketten, die den Ofen überstehen: Polyimid für Lötprozesse bis rund 260 Grad, Polyester für den Dauerbetrieb bis rund 150 Grad, jeweils mit dem passenden Hochtemperaturklebstoff und Harzbanddruck.

Bedruckte Etiketten sind in 10 bis 12 Werktagen ab Druckfreigabe bei Ihnen. Musterstücke zum Durchfahren Ihres Prozesses schicken wir vorab.

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Nicht die Spitze entscheidet, sondern Temperatur mal Zeit

Vier Sekunden bei 260 Grad und zwanzig Minuten bei 200 Grad sind zwei ganz verschiedene Aufgaben, auch wenn die erste Zahl größer aussieht. Wählen Sie einen Prozess, dann sehen Sie sein Profil im Verhältnis zu den Materialgrenzen.

0100200300Grad Celsius260 °C0 bis 8 MinutenPolyester bis 150Polyimid bis 260darüber Sonderlösung

Prozess

Spitze260 °C
Belastungrund 90 s über 217 °C
MaterialPolyimid

Die Kurven sind typische Profile, keine Messwerte Ihrer Anlage. Verbindlich ist Ihr eigenes Prozessprotokoll. Schicken Sie es uns, dann rechnen wir Material, Klebstoff und Farbband dagegen.

Sie finden dieses Produkt auch unter temperaturfeste Etiketten, hitzebeständige Etiketten, Polyimid-Etiketten, Kaptonetiketten, Ofenetiketten und Leiterplattenetiketten.

Ein Etikett hat drei Temperaturangaben

In den meisten Anfragen steht nur eine Zahl. Die anderen beiden entscheiden aber genauso darüber, ob das Etikett hält.

  • DauertemperaturWas das Etikett über Jahre aushält, ohne dass Folie, Druck oder Klebstoff nachgeben. Bei Polyester rund 150 Grad, bei Polyimid rund 180 Grad. Das ist die Zahl, die im Motorraum und im Ofenbetrieb zählt.
  • KurzzeittemperaturWas das Etikett für Sekunden oder wenige Minuten übersteht, ohne dauerhaften Schaden. Polyimid geht kurzzeitig bis rund 260 Grad und in der Spitze noch höher. Das ist die Zahl für Lötprozesse.
  • VerklebetemperaturBei welcher Temperatur das Etikett aufgebracht werden darf. Hochtemperaturklebstoffe brauchen meist mindestens plus 10 bis 15 Grad und anschließend Zeit, bis sie ihre Endhaftung erreicht haben. Wer im kalten Lager klebt und sofort in den Ofen fährt, verliert das Etikett.

Drei Dinge, an denen es in der Praxis scheitert

Selten am Trägermaterial. Fast immer an einem der drei folgenden Punkte, und alle drei lassen sich vorher klären.

  • Der Klebstoff ist die Grenze, nicht die FolieFast jede Reklamation bei Hochtemperaturetiketten betrifft den Klebstoff, nicht das Trägermaterial. Die Folie hält 260 Grad problemlos aus, aber ein normaler Acrylatklebstoff wird bei 180 Grad weich, kriecht an den Kanten heraus und lässt das Etikett wandern oder eine Rand liegen. Bei Dampf und Reinigungsmitteln kriecht Feuchtigkeit zusätzlich unter den Rand.So machen wir esWir wählen den Klebstoff nach Prozess und Untergrund aus, nicht nach dem Material: Hochtemperatur-Acrylat für Öfen und Lötstraßen, dampfbeständige Einstellungen für den Autoklaven, spezielle Varianten für niederenergetische und strukturierte Oberflächen. Sagen Sie uns das Prozessprofil, dann sagen wir Ihnen den Klebstoff.
  • Das Farbband entscheidet, ob es hinterher noch lesbar istEin Etikett, das den Ofen übersteht, nützt nichts, wenn der Aufdruck darin verschwindet. Wachs- und Wachs-Harz-Bänder verschmieren bei Hitze, Lösemitteln und Reibung. Barcodes fallen dann als Erstes aus, weil dem Scanner schon leichte Unschärfe reicht, um abzubrechen.So machen wir esAuf Polyimid und Polyester drucken wir im Thermotransfer mit Harzband, bei Bogenware alternativ im Laser. Auf Wunsch prüfen wir vorab an Mustern, wie der Druck nach Ihrem Prozess aussieht, und legen den Barcode groß genug an, dass er auch nach einer leichten Vergilbung noch sicher gelesen wird.
  • Ausgasung und RückständeIn der Elektronikfertigung und in Reinräumen zählt nicht nur, ob das Etikett hält, sondern auch, was es dabei abgibt. Klebstoffe, die im Ofen ausgasen, schlagen sich auf Bauteilen und Optiken nieder, und ein Etikett, das nach dem Prozess entfernt wird, soll keinen Rand hinterlassen.So machen wir esWir arbeiten mit Materialien, die auf niedrige Ausgasung ausgelegt sind, und können bei Bedarf halogenarme Ausführungen anbieten. Wo das Etikett nach dem Prozess wieder herunter soll, wählen wir eine Klebstoffeinstellung, die auch nach der Wärme noch rückstandsfrei ablösbar ist. Beides gehört in die Anfrage.

Wofür Hochtemperaturetiketten eingesetzt werden

Überall dort, wo ein Bauteil nach dem Etikettieren noch durch einen heißen Prozess muss oder im Betrieb dauerhaft warm wird.

  • Leiterplatten und BaugruppenDie klassische Anwendung: Das Etikett geht mit durch Reflow- und Wellenlöten und trägt danach noch Seriennummer und Barcode. Klein, weiß oder transparent, meist auf Polyimid.
  • Elektronik und BauteileKondensatoren, Module, Netzteile, LED-Platinen: Kennzeichnung, die den Fertigungsprozess und danach die Betriebswärme übersteht.
  • Motoren, Getriebe, AntriebeTypenschilder und Wartungshinweise, die dauerhaft heiß werden und dazu Öl und Reiniger abbekommen. Oft auf Polyester oder Aluminium.
  • Pulverbeschichtung und LackierungBauteile werden mit Etikett beschichtet oder eingebrannt. Das Etikett muss durch den Ofen und darf danach den Lack nicht abplatzen lassen.
  • Autoklav und SterilisationMedizintechnik, Labor und Lebensmittel: Etiketten, die Dampfsterilisation bei 121 oder 134 Grad mehrfach mitmachen, ohne sich zu lösen.
  • Fahrzeugbau und ZuliefererKTL-Bad, Trocknungsofen, Motorraum: In der Automobilkette durchläuft ein Bauteil oft mehrere heiße Prozesse hintereinander, und das Etikett muss alle überstehen.
  • Öfen, Heizung, AnlagenbauKennzeichnung direkt an Wärmequellen, an Rohren und an Geräten, die im Betrieb heiß werden. Hier zählt die Dauertemperatur, nicht die Spitze.
  • Heißabfüllung und LebensmittelBehälter werden heiß befüllt oder nachträglich pasteurisiert. Das Etikett darf sich dabei nicht wellen und die Schrift nicht verlieren.

Materialien und Ausführungen

Die Entscheidung fällt zwischen Polyester und Polyimid, und sie fällt an der Dauer, nicht an der Spitze. Der Klebstoff kommt in beiden Fällen getrennt dazu.

AusführungWas sie leistet
Polyimid, gelb oder weißDas Material für Lötprozesse. Dauertemperatur etwa minus 40 bis plus 180 Grad, kurzzeitig bis rund 260 Grad, in der Spitze noch deutlich darüber. Chemikalien- und lösemittelbeständig, bedruckbar im Thermotransfer mit Harzband.
Polyester, weiß, silber oder transparentDer Standard für alles unterhalb der Lötprozesse. Dauertemperatur etwa minus 40 bis plus 150 Grad, kurzzeitig bis rund 200 Grad. Reißfest, maßhaltig und deutlich günstiger als Polyimid.
AluminiumWo es dauerhaft heiß wird oder mechanisch rau zugeht: Typenschilder, Anlagenbau, Abgasbereich. Sehr formstabil, mit passendem Klebstoff oder als Schild zum Nieten und Schrauben.
HochtemperaturklebstoffeHochtemperatur-Acrylat für Öfen und Lötstraßen, dampfbeständige Einstellungen für den Autoklaven, dazu Varianten für niederenergetische und strukturierte Untergründe. Der Klebstoff wird nach dem Prozess gewählt, nicht nach dem Material.
SchutzlaminatEin klares Laminat über dem Druck schützt gegen Abrieb, Öl und Reinigungsmittel. Es hebt die Temperaturgrenze nicht an, hält aber den Aufdruck länger lesbar.
RFID für hohe TemperaturenHochtemperaturbeständige Transponder für die Verfolgung von Bauteilen durch heiße Prozesse, je nach Ausführung bis rund 230 Grad. Sinnvoll, wo optisches Lesen nach dem Prozess unsicher wäre.
Formate und LieferformenRolle, Bogen, Einzelnutzen oder Leporello, eckig, rund oder in Sonderform, ab wenigen Millimetern Kantenlänge für die Bauteilkennzeichnung. Blanko zum Selbstbedrucken oder fertig bedruckt.

Die Temperaturangaben sind typische Werte der jeweiligen Materialklasse. Welche Grenzen für Ihre konkrete Ausführung gelten, steht im Datenblatt, das wir dem Angebot beilegen.

Worauf Sie bei der Anfrage achten sollten

Vier Punkte, die eine Anfrage in eine belastbare Empfehlung verwandeln. Links jeweils die Variante, bei der wir raten müssten, rechts die, mit der wir rechnen können.

250 °Cmehr nicht250 °C20 min, 3 Zyklennur die SpitzeProfil mit ZeitAngabe

Temperatur und Zeit nennen

„Wir brauchen etwas bis 250 Grad“ ist keine Angabe, mit der sich arbeiten lässt. Vier Sekunden im Lötbad und zwanzig Minuten im Ofen sind zwei verschiedene Aufgaben. Sagen Sie uns das Profil, also wie heiß, wie lange und wie oft.

nur nach KatalogMuster am BauteilKlebstoff

Der Untergrund gehört zur Anfrage

Dieselbe Folie hält auf Aluminium hervorragend und auf einer pulverbeschichteten Fläche gar nicht. Bei Hitze verstärkt sich dieser Unterschied noch, weil der Klebstoff weich wird. Ein Musterstück Ihres Bauteils klärt in zwei Tagen, was der Katalog nicht klären kann.

WachsbandHarzbandDruck

Harzband statt Wachs

Ein Wachsband verschmiert bei Hitze und Lösemitteln, und dann ist der Barcode als Erstes weg. Auf Folie gehört ein Harzband, im Bogen alternativ Laserdruck. Das kostet ein paar Cent mehr und entscheidet, ob nach dem Ofen noch etwas zu lesen ist.

direkt an der Quelleein Stück versetztSitz

Nicht an die heißeste Stelle

Die Temperatur an einem Bauteil ist nicht überall gleich. Ein paar Zentimeter Abstand zum Krümmer, zur Heizpatrone oder zur Lötseite können fünfzig Grad ausmachen und aus einem Sonderfall einen Standardfall. Fragen Sie uns vor der Konstruktion, nicht danach.

So entsteht Ihr Hochtemperaturetikett

  • Prozessprofil aufnehmenWie heiß, wie lange, wie oft, und was kommt sonst noch dazu: Dampf, Öl, Lösemittel, UV. Aus diesen Angaben ergibt sich, ob Polyester reicht oder Polyimid nötig ist.
  • Untergrund prüfenAluminium, Leiterplatte, Pulverlack oder Kunststoff, glatt oder strukturiert. Bei allem, was nicht offensichtlich ist, schicken wir Musterstücke zum Verkleben und Testen.
  • Material, Klebstoff und Band festlegenWir stellen die drei Bausteine zusammen und nennen Ihnen Dauer- und Kurzzeittemperatur sowie die Mindestverklebetemperatur. Auf Wunsch mit Muster zum Durchfahren Ihres Prozesses.
  • Drucken, stanzen, liefernGedruckt im Thermotransfer mit Harzband oder im Digitaldruck, gestanzt in Ihrer Kontur und geliefert als Rolle, Bogen, Einzelnutzen oder Leporello, passend zu Ihrem Spender.

Hochtemperaturetiketten stimmen wir persönlich ab

Schicken Sie uns Ihr Prozessprofil und sagen Sie uns, worauf das Etikett klebt. Musterstücke der in Frage kommenden Materialien bekommen Sie vorab, damit Sie sie einmal durch Ihre eigene Anlage schicken können. Das ist die einzige Prüfung, die wirklich zählt.

Anfrage stellen

Häufige Fragen zu Hochtemperaturetiketten

Was ist ein Hochtemperaturetikett?

Ein Etikett, das Hitze aushält, ohne sich zu lösen, zu schrumpfen oder seinen Aufdruck zu verlieren. Geläufig sind auch die Namen temperaturfeste Etiketten, hitzebeständige Etiketten, Polyimid-Etiketten und Ofenetiketten. Es besteht immer aus drei Teilen, die alle mitspielen müssen: Trägermaterial, Klebstoff und Aufdruck.

Bis wie viel Grad geht das?

Das kommt auf das Material an. Polyester hält dauerhaft etwa 150 Grad aus und kurzzeitig rund 200. Polyimid geht dauerhaft bis etwa 180 Grad, kurzzeitig bis rund 260 und in der Spitze noch darüber. Für alles, was dauerhaft höher liegt, reden wir über Aluminium oder ein Schild statt eines Etiketts.

Warum stehen bei Ihnen zwei Temperaturen?

Weil ein Etikett zwei verschiedene Belastungen kennt. Die Dauertemperatur ist das, was es über Jahre aushält. Die Kurzzeittemperatur ist das, was es für Sekunden oder wenige Minuten übersteht. Vier Sekunden im Lötbad bei 260 Grad und zwanzig Minuten im Ofen bei 200 Grad sind zwei verschiedene Aufgaben, auch wenn die erste Zahl größer aussieht.

Welche Angaben brauchen Sie von mir?

Vier: wie heiß es wird, wie lange, wie oft, und worauf das Etikett klebt. Dazu alles, was sonst noch dazukommt: Dampf, Öl, Lösemittel, Reiniger, UV. Mit diesen Angaben können wir Material, Klebstoff und Farbband festlegen. Ohne sie raten wir.

Hält das Etikett das Reflow-Löten aus?

Auf Polyimid ja. Ein bleifreies Profil nach IPC/JEDEC J-STD-020 sieht 60 bis 120 Sekunden Vorheizen bei 150 bis 200 Grad vor, 60 bis 150 Sekunden über 217 Grad und eine Spitze von 260 Grad, insgesamt maximal acht Minuten. Genau dafür ist Polyimid mit Hochtemperatur-Acrylat gemacht. Polyester ist hier die falsche Wahl.

Was ist bei der Pulverbeschichtung und beim KTL-Einbrennen zu beachten?

Dort ist nicht die Spitze das Problem, sondern die Dauer. Pulverlack wird je nach Typ bei 160 bis 200 Grad eingebrannt, oft zwölf bis zwanzig Minuten; beim KTL-Einbrennen sind es 180 bis 200 Grad über zwanzig bis dreißig Minuten. Beim KTL kommt das Tauchbad davor dazu, das Etikett muss also auch nass und chemisch belastet bestehen.

Und im Autoklaven?

Dampfsterilisation läuft bei 134 Grad für einige Minuten oder bei 121 Grad für etwa zwanzig. Die Temperatur wäre für Polyester harmlos, der gesättigte Dampf ist es nicht: Er kriecht unter den Rand. Deshalb wählen wir hier eine dampfbeständige Klebstoffeinstellung und stimmen sie auf die Zahl der Zyklen ab, nicht auf den einzelnen Durchgang.

Welcher Klebstoff gehört dazu?

Der Klebstoff ist fast immer die Grenze, nicht die Folie. Ein normales Acrylat wird bei 180 Grad weich und kriecht an den Kanten heraus. Wir setzen deshalb Hochtemperatur-Acrylat für Öfen und Lötstraßen ein, dampfbeständige Einstellungen für den Autoklaven und spezielle Varianten für niederenergetische oder strukturierte Untergründe.

Womit werden die Etiketten bedruckt?

Im Thermotransfer mit Harzband, bei Bogenware alternativ im Laserdruck. Wachs- und Wachs-Harz-Bänder verschmieren bei Hitze und Lösemitteln, und dann fällt zuerst der Barcode aus. Wenn Sie selbst drucken, sagen Sie uns Ihr Druckermodell, dann stimmen wir Material und Band aufeinander ab.

Bleibt der Barcode nach dem Prozess lesbar?

Wenn Material, Klebstoff und Band zusammenpassen, ja. Wir legen den Code dafür etwas größer an als nötig und halten den Ruhezonenabstand ein, damit auch eine leichte Vergilbung oder ein feiner Belag den Scanner nicht stoppt. Bei kritischen Prozessen prüfen wir das vorab an Mustern, die Sie einmal durch Ihre Anlage schicken.

Kann das Etikett nach dem Prozess wieder abgelöst werden?

Das muss vorher feststehen, denn es ist die umgekehrte Anforderung. Es gibt Klebstoffeinstellungen, die auch nach der Wärme noch rückstandsfrei ablösbar sind, aber sie halten in der Hitze naturgemäß weniger stark. Wer beides gleichzeitig will, bekommt keins von beidem richtig. Sagen Sie uns, was danach passieren soll.

Warum kann ich Hochtemperaturetiketten nicht im Konfigurator zusammenstellen?

Weil an ihnen drei Dinge gleichzeitig hängen: Prozessprofil, Untergrund und Druckverfahren. Diese drei entscheiden über Material, Klebstoff und Farbband, und das klärt ein kurzes Gespräch schneller als ein Formular. Der Konfigurator deckt unser Standardsortiment ab, Hochtemperaturmaterialien stimmen wir persönlich mit Ihnen ab.

06101 5229 0Montag bis Freitag, 8:00 bis 16:00 Uhr

Prozessprofil und Untergrund genügen für die erste Einschätzung.

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Blanko Etiketten auf DIN-Bogen finden Sie unter Endi-Haft, alle Etikettenarten im Etikettendruck.