Etikettendruck
Verschlussetiketten drucken lassen
Etiketten, die die Packung zuhalten: einmal mit Abziehlasche, dauerhaft wiederverschließbar mit leimfreier Grifflasche oder als Siegel, das beim Öffnen kaputtgeht.
Bedruckte Etiketten sind in 10 bis 12 Werktagen ab Druckfreigabe bei Ihnen. Musterstücke zum Testen an Ihrem Beutel schicken wir vorab.
Drei Verschlussarten, drei Ergebnisse
Dieselbe Packung, dieselbe Stelle, drei verschiedene Etiketten. Wählen Sie eine Art, dann sehen Sie, was beim ersten Öffnen passiert und was danach von der Packung übrig ist.
Verschlussart
Typisch für:
Sie finden dieses Produkt auch unter Siegeletiketten, Verschlusssiegel, Deckeletiketten, wiederverschließbaren Etiketten und Reclose-Etiketten.
Drei Dinge, an denen es scheitert
Nicht am Motiv und nicht am Papier. Fast immer an der Grifflasche, am Untergrund oder an der Frage, was das Etikett neben dem Verschließen noch leisten muss.
- Die leimfreie Zone macht die LascheEin wiederverschließbares Etikett braucht eine Stelle, an der man es anfassen kann, ohne dass der Finger klebt. Ohne diese Grifflasche sucht der Kunde mit dem Fingernagel nach der Kante, knickt das Etikett und reißt es ab. Dann ist die Wiederverschließbarkeit schon beim ersten Öffnen weg.So machen wir esWir legen die leimfreie Zone inline im Druck an, in Form, Lage und Laufrichtung frei wählbar. Als Faustwert sollte die Lasche mindestens 8 bis 10 Millimeter tief sein, damit man sie mit zwei Fingern greift, und sie gehört an die Seite, zu der die Packung hin geöffnet wird.
- Der Untergrund ist eine Folie, kein PapierVerschlussetiketten kleben fast immer auf Verpackungsfolie: metallisiertes Polyester, Polypropylen, Polyethylen. Diese Materialien haben eine niedrige Oberflächenenergie, und dazu kommen oft ein matter Lack, eine Struktur oder Reste von Gleitmitteln aus der Folienherstellung. Ein Standardklebstoff hält darauf beim ersten Mal und beim fünften nicht mehr.So machen wir esWir wählen den Klebstoff nach Ihrem Beutelmaterial aus und schicken Ihnen Musterstücke, die Sie auf dem echten Beutel aufkleben, öffnen und wieder verschließen. Zehn Zyklen an Ihrem Produkt sagen mehr als jedes Datenblatt. Bei Tiefkühlware und bei fetthaltigen Produkten stimmen wir zusätzlich ab.
- Lebensmittelkontakt geht über die Folie hinausEin Etikett klebt zwar außen, aber Bestandteile aus Klebstoff und Druckfarbe können durch dünne oder unbeschichtete Packstoffe wandern. Das nennt sich Migration und fällt unter die Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004; für Haftklebstoffe wird in Anlehnung an die Kunststoffverordnung (EU) Nr. 10/2011 bewertet.So machen wir esFür Lebensmittelverpackungen setzen wir migrationsarme Klebstoffe und Druckfarben ein und legen Ihnen die Erklärungen der Materialhersteller bei, damit Ihre Konformitätserklärung darauf aufbauen kann. Sagen Sie uns, ob das Produkt fetthaltig ist und wie dick der Packstoff ist, das ändert die Auswahl.
Wofür Verschlussetiketten eingesetzt werden
Überall dort, wo eine Packung nach dem ersten Öffnen noch weiterlebt, und überall dort, wo eine Packung zubleiben soll, bis der Kunde sie aufmacht.
- Kaffee und TeeStandbodenbeutel aus Metallfolie, die nach dem ersten Öffnen noch wochenlang benutzt werden. Das runde Etikett auf der Vorderseite ist gleichzeitig Werbung und Verschluss.
- Feuchttücher und HygieneHier ist die Wiederverschließbarkeit die Hauptsache: Trocknen die Tücher aus, ist die Packung wertlos. Gefordert sind viele Zyklen und eine große Grifflasche.
- Käse, Wurst und FrischeSchalen mit Deckelfolie, die im Kühlschrank wieder zu sollen. Der Klebstoff muss bei Kühlschranktemperatur und auf leicht feuchter Folie noch greifen.
- Snacks und TrockenwareNüsse, Chips, Müsli, Trockenfrüchte: Packungen, die selten in einem Zug leer werden. Das Etikett ersetzt die Wäscheklammer.
- TiernahrungGroße Beutel mit hohem Fettanteil. Hier entscheidet der Klebstoff, ob das Etikett nach dem dritten Öffnen noch hält oder am Rand aufsteht.
- Gewürze und BackzutatenKleine Tüten, die einmal geöffnet und dann verbraucht werden. Hier reicht das einfache Verschlussetikett mit Abziehlasche.
- Faltschachteln und KartonsEin Etikett über der Lasche hält die Schachtel zu und ersetzt den Leim. Wo der Erstöffnungsschutz zählt, kommt eine Perforation dazu.
- Kosmetik und Non-FoodTuben, Döschen und Kartonagen, bei denen der Kunde sehen soll, dass die Packung vorher zu war. Dann ist es kein Verschluss, sondern ein Siegel.
Materialien und Ausführungen
Die wichtigste Entscheidung ist der Klebstoff, und die fällt an Ihrer Verpackungsfolie. Alles andere ist Gestaltung.
| Ausführung | Was sie leistet |
|---|---|
| Folie, transparent oder weiß | Der Standard für Verschlussetiketten. Reißfest, feuchtigkeitsunempfindlich und maßhaltig, damit sich das Etikett beim Wiederverschließen nicht wellt. Transparent verschwindet auf der Packung, weiß und farbig tragen Ihr Motiv. |
| Biobasierte PE-Folie | Transparente Folie aus biobasiertem Polyethylen, wo die Nachhaltigkeit ein Argument ist. Verarbeitung und Haftung entsprechen der konventionellen Folie, das Etikett bleibt im Recyclingstrom der Verpackung. |
| Papier mit Lackierung | Für einfache Verschlussetiketten, die nur einmal geschlossen werden, und für ein natürliches Erscheinungsbild. Nicht geeignet, wo mehrfach geöffnet wird oder wo Feuchtigkeit dazukommt. |
| Klebstoff für Wiederverschluss | Die Haftkraft bleibt über viele Zyklen erhalten, ohne Rückstände zu hinterlassen, und ist auf niederenergetische Verpackungsfolien abgestimmt. Bei glatter Metallfolie sind zehn bis zwanzig Öffnungszyklen ein realistischer Anhaltswert. |
| Leimfreie Zone und Grifflasche | Inline angelegte Bereiche ohne Klebstoff, in Form und Lage frei wählbar. Ab etwa 8 bis 10 Millimetern Tiefe lässt sich die Lasche bequem greifen. Auch als versteckter Bereich unter dem Etikett nutzbar. |
| Perforation und Sicherheitsstanzung | Wo das Etikett beim Öffnen kaputtgehen soll: eingestanzte Sollbruchlinien oder ein zerstörendes Material. Damit wird aus dem Verschluss ein Siegel, allerdings ohne Wiederverschluss. |
| Formen und Lieferformen | Rund, oval, eckig, in Knochenform oder in Ihrer Kontur, als Rolle, Bogen, Einzelnutzen oder Leporello, mit oder ohne Lochrand und auf Wunsch mit Perforation nach jedem Etikett. |
Alle Ausführungen gibt es rund, oval, eckig, in Knochenform und in Ihrer Kontur, als Rolle, Bogen, Einzelnutzen oder Leporello. Die leimfreie Zone legen wir inline an, in Form und Lage frei wählbar.
Worauf Sie beim Planen achten sollten
Vier Punkte, an denen ein Verschlussetikett im Alltag scheitert, obwohl Material und Motiv stimmen. Links jeweils die Variante, die den Kunden ärgert, rechts die, die funktioniert.
Die Grifflasche gehört nach vorn
Sie muss dort sitzen, wo die Hand hingreift, also an der Öffnungsseite und nicht an der Naht. Und sie muss groß genug sein: 8 bis 10 Millimeter Tiefe reichen für zwei Finger, alles darunter wird mit dem Fingernagel gesucht und dabei eingerissen.
Der Klebstoff gehört zur Folie, nicht zum Motiv
Metallisiertes Polyester, Polypropylen und Polyethylen haben eine niedrige Oberflächenenergie, dazu kommen matte Lacke und Gleitmittel. Testen Sie zehn Zyklen am echten Beutel, nicht an einem Blatt Papier. Musterstücke schicken wir vorab.
Genug Klebefläche stehen lassen
Ein Etikett, das fast vollständig auf der Öffnung liegt, hat nach dem Aufreißen nichts mehr, woran es sich festhalten kann. Etwa ein Drittel der Klebefläche sollte dauerhaft auf der Packung bleiben, unterhalb der Aufreißkante.
Verschluss oder Siegel, nicht beides
Ein Etikett, das sich sauber wieder öffnen und schließen lässt, kann naturgemäß nicht beweisen, dass die Packung vorher zu war. Wer beides braucht, braucht zwei Elemente: einen wiederverschließbaren Teil und einen perforierten oder zerstörenden Streifen daneben.
So entsteht Ihr Verschlussetikett
- Packung und Zweck klärenWelcher Beutel, welches Material, wie oft soll geöffnet werden und muss man das erste Öffnen erkennen. Aus diesen vier Antworten ergibt sich die Verschlussart.
- Muster am echten BeutelWir schicken Ihnen die in Frage kommenden Klebstoffe als Musterstücke. Sie kleben sie auf, öffnen und schließen zehnmal und sagen uns, welches noch hält.
- Form, Lasche und Motiv festlegenWir setzen Ihr Motiv, legen Kontur, Lage und Tiefe der leimfreien Zone fest und, wo nötig, die Perforation. Danach bekommen Sie den Proof.
- Drucken, stanzen, wickelnGedruckt im Digital- oder Flexodruck, mit leimfreier Zone inline, in Ihrer Kontur gestanzt und auf die Rolle gewickelt, passend zu Ihrem Spender oder zur Handanlage.
Verschlussetiketten stimmen wir persönlich ab
Schicken Sie uns einen leeren Beutel oder sagen Sie uns, aus welchem Material er ist und wo er geöffnet wird. Musterstücke der in Frage kommenden Klebstoffe bekommen Sie vorab, damit Sie zehnmal öffnen und wieder schließen können. Das ist die einzige Prüfung, die zählt.
Häufige Fragen zu Verschlussetiketten
Was ist ein Verschlussetikett?
Ein Etikett, das eine Packung zuhält, statt sie nur zu beschriften. Meistens sitzt es über der Öffnung eines Beutels oder über der Lasche einer Faltschachtel. Geläufig sind auch die Namen Siegeletiketten, Verschlusssiegel, Deckeletiketten und, in der wiederverschließbaren Variante, Reclose-Etiketten.
Was ist der Unterschied zwischen wiederverschließbar und Originalitätssiegel?
Das ist der wichtigste Punkt auf dieser Seite. Ein wiederverschließbares Etikett ist dazu gebaut, sich sauber zu lösen und wieder zu halten. Ein Originalitätssiegel ist dazu gebaut, beim Öffnen kaputtzugehen. Beides gleichzeitig geht nicht: Was sich spurlos wieder schließen lässt, kann nicht beweisen, dass die Packung vorher zu war. Wer beides braucht, braucht zwei Elemente.
Wie oft lässt sich ein wiederverschließbares Etikett öffnen?
Das hängt am Klebstoff und vor allem am Untergrund. Auf glatter, metallisierter Folie sind zehn bis zwanzig Zyklen ein realistischer Anhaltswert, auf mattem Lack oder strukturierter Folie deutlich weniger. Verbindlich ist nur der Test an Ihrem eigenen Beutel, und genau dafür schicken wir Musterstücke.
Was ist eine leimfreie Zone?
Ein Bereich des Etiketts, auf dem bewusst kein Klebstoff sitzt. Daraus wird die Grifflasche: die Stelle, an der man das Etikett anhebt, ohne dass der Finger klebt. Wir legen sie inline im Druck an, Form, Lage und Laufrichtung sind frei wählbar. Als Faustwert sollte sie 8 bis 10 Millimeter tief sein, sonst sucht der Kunde mit dem Fingernagel und reißt das Etikett ein.
Auf welchen Verpackungen funktioniert das?
Am besten auf glatten Folien: metallisiertes Polyester, Polypropylen, Polyethylen, wie sie bei Kaffee, Snacks, Feuchttüchern und Tiernahrung üblich sind. Schwieriger wird es bei mattem Lack, strukturierten Oberflächen und Papierverbunden. Diese Materialien haben eine niedrige Oberflächenenergie oder nehmen den Klebstoff auf, deshalb gehört hier immer ein Muster dazu.
Wie groß muss das Etikett sein?
Wichtiger als die Größe ist die Aufteilung. Etwa ein Drittel der Klebefläche sollte unterhalb der Aufreißkante dauerhaft auf der Packung bleiben, sonst hat das Etikett nach dem Öffnen nichts mehr, woran es sich festhält. Dazu kommt die Grifflasche. Sagen Sie uns Beutelbreite und Lage der Öffnung, dann rechnen wir das aus.
Bleiben Rückstände auf der Packung?
Bei der richtigen Klebstoffwahl nicht. Ein Wiederverschlussklebstoff ist so eingestellt, dass er beim Abziehen vollständig am Etikett bleibt und trotzdem wieder haftet. Ein zu stark haftender Klebstoff reißt dagegen die bedruckte Schicht der Folie mit ab, und dann sieht die Packung nach dem ersten Öffnen beschädigt aus.
Ist das für Lebensmittel geeignet?
Ja, mit den passenden Materialien. Auch wenn das Etikett außen klebt, können Bestandteile aus Klebstoff und Druckfarbe durch dünne Packstoffe wandern. Das ist Migration und fällt unter die Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004; Haftklebstoffe werden in Anlehnung an die Kunststoffverordnung (EU) Nr. 10/2011 bewertet. Wir setzen migrationsarme Materialien ein und legen die Erklärungen der Hersteller bei.
Geht das auch tiefgekühlt oder im Kühlschrank?
Im Kühlschrank ja, mit einem darauf abgestimmten Klebstoff. Bei Tiefkühlware wird es anspruchsvoll: Der Klebstoff muss bei minus 20 Grad noch nachgeben und beim Auftauen mit Kondenswasser klarkommen. Sagen Sie uns die Temperatur beim Aufkleben und die im Einsatz, das sind zwei verschiedene Werte.
Kann das Etikett gleichzeitig mein Werbeträger sein?
Genau das ist der Reiz. Auf dem Kaffeebeutel ist das runde Goldetikett zuerst Gestaltung und erst danach Verschluss. Wir drucken vier- und mehrfarbig, mit Sonderfarben, Metallic, Prägung und Lack. Nur eines sollte frei bleiben: die Grifflasche, damit man sie findet.
Welche Formen sind möglich?
Rund, oval, eckig, in Knochenform mit zwei breiten Enden und schmaler Mitte oder in Ihrer eigenen Kontur. Dazu Perforationen, Zwischenstanzungen und die leimfreie Zone an frei wählbarer Stelle. Geliefert wird auf Rolle, im Bogen, einzeln oder als Leporello.
Warum kann ich Verschlussetiketten nicht im Konfigurator zusammenstellen?
Weil die Klebstoffwahl an Ihrer Verpackungsfolie hängt und die Aufteilung an der Lage der Öffnung. Beides lässt sich nicht aus einem Formular ablesen, wohl aber aus einem Muster und einem kurzen Gespräch. Der Konfigurator deckt unser Standardsortiment ab, Verschlussetiketten stimmen wir persönlich mit Ihnen ab.
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