Etikettendruck
GHS- und Gefahrstoffetiketten drucken lassen
Kennzeichnung nach CLP: Piktogramme in der vorgeschriebenen Größe, das Rot als Sonderfarbe nach Muster gedruckt und auf einem Material, das Lösemittel und Reiniger übersteht.
Bedruckte Etiketten sind in 10 bis 12 Werktagen ab Druckfreigabe bei Ihnen. Musterstücke zum Testen an Ihrem Gebinde schicken wir vorab.
Wie groß muss Ihr Etikett sein?
Die CLP-Verordnung staffelt Etiketten- und Piktogrammgröße nach dem Fassungsvermögen der Verpackung. Wählen Sie Ihr Gebinde, dann sehen Sie das Mindestetikett maßstabsgetreu und den Platz, der für H- und P-Sätze übrig bleibt.
Maßstabsgetreu: alle fünf Etiketten sind im selben Maßstab gezeichnet. Die grauen Balken stehen für H- und P-Sätze in der künftigen Mindestschrift.
Fassungsvermögen der Verpackung
Reicht der Platz nicht? Dann wird aus einer Lage ein Peel-off-Etikett.
Sie finden dieses Produkt auch unter Gefahrstoffetiketten, GHS-Aufkleber, CLP-Etiketten, Chemikalienetiketten, Piktogramm-Etiketten und Warnetiketten.
Die neun Gefahrenpiktogramme
Auf die Spitze gestelltes Quadrat, schwarzes Symbol auf weißem Grund, roter Rahmen, der deutlich sichtbar ist. Welche Piktogramme Ihr Produkt trägt, ergibt sich aus der Einstufung im Sicherheitsdatenblatt.
- GHS01 · Explodierende BombeExplosive Stoffe, selbstzersetzliche Stoffe und organische Peroxide.
- GHS02 · FlammeEntzündbare Gase, Aerosole, Flüssigkeiten und Feststoffe, pyrophore und selbsterhitzungsfähige Stoffe.
- GHS03 · Flamme über einem KreisOxidierende Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe, die einen Brand verstärken.
- GHS04 · GasflascheGase unter Druck: verdichtet, verflüssigt, tiefgekühlt oder gelöst.
- GHS05 · ÄtzwirkungHautätzend, schwere Augenschädigung und korrosiv gegenüber Metallen.
- GHS06 · Totenkopf mit gekreuzten KnochenAkute Toxizität der Kategorien 1 bis 3, oral, dermal oder inhalativ.
- GHS07 · AusrufezeichenAkute Toxizität Kategorie 4, Haut- und Augenreizung, Hautsensibilisierung, Schädigung der Ozonschicht.
- GHS08 · GesundheitsgefahrKrebserzeugend, keimzellmutagen, reproduktionstoxisch, sensibilisierend für die Atemwege, zielorgantoxisch, Aspirationsgefahr.
- GHS09 · UmweltGewässergefährdend, akut oder chronisch.
Was auf ein Kennzeichnungsetikett gehört
Sechs Pflichtbestandteile. Fehlt einer, ist die Kennzeichnung unvollständig, unabhängig davon, wie gut das Etikett aussieht.
- ProduktidentifikatorenDer Handelsname und, je nach Einstufung, die Namen der gefährlichen Bestandteile. Bei Stoffen zusätzlich Index-, EG- oder CAS-Nummer.
- GefahrenpiktogrammeAuf die Spitze gestelltes Quadrat, schwarzes Symbol auf weißem Grund, roter Rahmen. Jedes Piktogramm mindestens ein Fünfzehntel der Etikettenfläche und nie kleiner als 1 Quadratzentimeter.
- SignalwortEntweder Gefahr oder Achtung, nie beides. Steht das Signalwort Gefahr auf dem Etikett, entfällt Achtung.
- H- und P-SätzeDie Gefahrenhinweise (H) und die Sicherheitshinweise (P), wortgleich aus der Verordnung übernommen. In der Regel werden höchstens sechs P-Sätze aufgeführt.
- Lieferantenangaben und NennmengeName, Anschrift und Telefonnummer des Lieferanten. Bei Abgabe an die breite Öffentlichkeit zusätzlich die Nennmenge, wenn sie nicht anderswo auf der Verpackung steht.
- UFIDer eindeutige Rezepturidentifikator, 16 Zeichen in vier Blöcken, mit UFI: davor. Pflicht auf Gemischen, die wegen Gesundheits- oder physikalischer Gefahren eingestuft sind. Er verbindet das Etikett mit der Giftinformationsmeldung.
Was sich mit der CLP-Revision ändert
Die Verordnung (EU) 2024/2865 bringt erstmals verbindliche Formatvorgaben für Etiketten. Ursprünglich sollten sie ab Juli 2026 gelten; nach der Verordnung (EU) 2025/2439 gelten sie nun ab dem 1. Januar 2028. Frühere Anwendung ist freiwillig möglich.
Die Schrift bekommt eine Untergrenze
Bisher stand im Gesetz nur, dass die Kennzeichnung lesbar sein muss. Künftig gilt eine Mindest-x-Höhe je Fassungsvermögen: 1,2 Millimeter bis 0,5 Liter, 1,4 bis 3 Liter, 1,8 bis 50 Liter und 2,0 Millimeter darüber.
Mindestens 120 Prozent, serifenlos, schwarz auf weiß
Der Abstand zwischen zwei Zeilen muss mindestens 120 Prozent der Schriftgröße betragen. Vorgeschrieben sind eine einzige, gut lesbare serifenlose Schrift, ein ausreichender Zeichenabstand und schwarze Schrift auf weißem Grund.
Was auf welche Seite gehört, ist geregelt
Für mehrsprachige Klappetiketten legt die Verordnung fest, was auf die Vorderseite gehört: Lieferantenangaben, Nennmenge, Produktidentifikatoren, Piktogramme, Signalwort und UFI. Die Innenseiten tragen die übrigen Elemente nach Sprachen gruppiert.
Ergänzende Angaben dürfen ins Netz
Bestimmte ergänzende Informationen dürfen künftig nur noch digital bereitgestellt werden. Die Anforderungen sind streng: kostenlos, durchsuchbar, in höchstens zwei Klicks erreichbar und mindestens zehn Jahre verfügbar.
Unser Rat: Die Umstellung mit der nächsten ohnehin fälligen Neuauflage verbinden, statt zweimal umzustellen. Wir legen Ihre Daten schon heute so an, dass sie beiden Ständen genügen.
Gefahrstoff oder Gefahrgut?
Zwei Regelwerke, zwei Rauten, zwei Adressaten. Meist gilt beides zugleich, aber für verschiedene Flächen und mit verschiedenen Maßen.
Gefahrstoff
Am Gebinde
CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008
Regelt die Einstufung und Kennzeichnung. Adressat ist, wer mit dem Stoff arbeitet oder ihn kauft. Gekennzeichnet wird das Gebinde: GHS-Piktogramm als Raute mit rotem Rahmen, Signalwort, H- und P-Sätze, Produktidentifikatoren, UFI. Die Etikettengröße richtet sich nach dem Fassungsvermögen.
Gefahrgut
Auf dem Weg
ADR, RID, IMDG, IATA-DGR
Regelt den Transport. Adressat sind Fahrer, Umschlag, Feuerwehr und Zoll. Gekennzeichnet wird das Versandstück: Gefahrzettel als Raute mit schwarzer Linie, UN-Nummer, Benennung. Die Maße sind fest vorgeschrieben, in der Regel 100 mal 100 Millimeter, unabhängig vom Gebinde. Mehr dazu auf unserer Seite zu Gefahrgutetiketten.
Drei Dinge, an denen es scheitert
Nicht an der Einstufung. Fast immer am Material, am Rot oder daran, dass die zweite Sprache keinen Platz mehr hat.
- Das Etikett sieht dieselbe Chemie wie der InhaltEin Gefahrstoffetikett hält nicht nur Wetter aus, sondern auch das, was beim Umfüllen daneben geht. Lösemittel, Säuren und Laugen greifen Papier, Druckfarbe und Klebstoff an, und ein verblasstes Piktogramm ist rechtlich keine Kennzeichnung mehr.So machen wir esWir arbeiten hier mit Folie statt Papier und mit Farben und Lacken, die dem jeweiligen Medium standhalten. Sagen Sie uns, welcher Stoff im Gebinde ist und womit gereinigt wird; danach entscheiden sich Material, Farbaufbau und Veredelung. Musterstücke zum Selbsttest schicken wir vorab.
- Der rote Rahmen ist Vorschrift, kein GestaltungselementDie Verordnung verlangt ein schwarzes Symbol auf weißem Grund in einem roten Rahmen, der so breit ist, dass er deutlich sichtbar ist. Ein dünner, ins Layout eingepasster Rahmen oder ein aus Vierfarben aufgebautes Rot, das zwischen Auflagen schwankt, ist genau das nicht.So machen wir esWir drucken das Rot als Sonderfarbe und gleichen gegen ein Referenzmuster ab, damit die Nachbestellung in zwei Jahren aussieht wie die erste Lieferung. Die Rahmenbreite legen wir im Verhältnis zur Piktogrammgröße fest, nicht nach Augenmaß.
- Zwei Sprachen passen selten auf eine LageIn jedem Land, in dem Sie liefern, muss die Kennzeichnung in der Amtssprache vorliegen. Das verdoppelt oder verdreifacht die Textmenge, während Etikett und Schriftgröße ihre Untergrenzen behalten. Kleiner setzen ist keine Lösung, sondern ein Verstoß.So machen wir esDann wird aus dem einlagigen Etikett ein mehrlagiges: ein Peel-off-Etikett oder ein Klappetikett. Auf 60 mal 40 Millimetern verdreifacht das die nutzbare Fläche. Was draußen bleiben muss, bleibt draußen: Piktogramme, Signalwort, Produktname, Nennmenge und UFI.
Wofür GHS-Etiketten eingesetzt werden
Überall dort, wo ein eingestufter Stoff in ein Gebinde gefüllt wird und jemand ihn später in die Hand nimmt.
- Reinigungs- und PflegemittelKonzentrate, Säure- und Alkalireiniger, Desinfektion. Abgabe oft an die breite Öffentlichkeit, damit kommen tastbarer Gefahrenhinweis und kindergesicherter Verschluss ins Spiel.
- Lacke, Farben und LösemittelKlassisch GHS02 und GHS07, oft mehrsprachig und in vielen Gebindegrößen vom Probedeckel bis zum Fass. Hier lohnt eine durchgängige Etikettenfamilie.
- Bau- und WerkstattchemieKlebstoffe, Schaumdosen, Bremsenreiniger, Kühlerfrostschutz. Die Etiketten sehen Handschuhe, Öl und UV, oft über Jahre im Regal.
- Labor und WissenschaftKleine Gebinde, viele Stoffe, oft in Handarbeit umgefüllt und neu gekennzeichnet. Hier wird die Mindestgröße des Piktogramms zum echten Platzproblem.
- Pflanzenschutz und GartenStreng geregelt, oft mit Zulassungsnummer und zusätzlichen Auflagen. Mehrsprachig, weil dieselbe Rezeptur in mehrere Länder geht.
- Kosmetik und BiozideSprays, Desinfektionsmittel, Fixierer. Neben CLP gelten hier eigene Regelwerke, und die Fläche ist meist rund und klein.
Materialien und Aufbauten
Die Materialwahl fällt am Inhalt des Gebindes, nicht am Motiv. Und sie fällt vor dem ersten Entwurf.
| Material | Wofür es taugt |
|---|---|
| Polyethylenfolie, weiß | Der Standard für Kanister, Flaschen und Kunststoffgebinde. Sie dehnt sich mit dem Gebinde und verträgt Feuchtigkeit. Der Klebstoff ist die eigentliche Entscheidung: HDPE und PP haben eine niedrige Oberflächenenergie, ein Standardhaftkleber steht nach Wochen am Rand ab. |
| Polypropylenfolie, matt | Reißfest, maßhaltig und blickdicht. Matt, weil eine spiegelnde Oberfläche die Kennzeichnung bei ungünstigem Licht schluckt. Gute Basis für feine Schriften und den roten Rahmen. |
| Polyester für harte Fälle | Chemikalien- und temperaturbeständig, kratzfest, maßhaltig. Die Wahl, wenn das Etikett Lösemittel, Reinigungsmittel oder Außenlagerung übersteht. |
| Mehrlagig: Peel-off und Klappetikett | Wenn Sprachen und P-Sätze nicht auf eine Lage passen. Drei, fünf oder sieben Seiten, je nach Aufbau. Piktogramme, Signalwort, Produktname, Nennmenge und UFI bleiben auf der Decklage. |
| Schutzlack und Laminat | Gegen Abrieb, Spritzer und UV. Wir prüfen die Farben nach der Veredelung noch einmal, weil Lack und Laminat den Rotton leicht verschieben können. |
| Blanko zum Selbstbedrucken | Vorgedruckte rote Rahmen und Piktogramme, freie Fläche für Ihre Angaben. Für den Nachdruck im Haus ist Thermotransfer mit Harzband die richtige Kombination, ein Wachsband ist nach dem ersten Reinigerkontakt weg. |
| Formen und Lieferformen | Rechteckig mit Radius, rund, oval oder in Ihrer Kontur, als Rolle für den Spender, im Bogen oder als Leporello, mit festgelegter Wickelrichtung und Kerndurchmesser. |
Alle Ausführungen gibt es einlagig oder als Peel-off, in Ihrer Kontur, als Rolle, Bogen oder Leporello, auf Wunsch mit vorgedruckten Piktogrammen und freier Fläche für Ihre Angaben.
Worauf Sie beim Anlegen achten sollten
Vier Punkte, an denen eine Kennzeichnung beanstandet wird, obwohl Einstufung und Texte stimmen. Links jeweils die Variante, die auffällt, rechts die, die durchgeht.
Das Piktogramm hat eine Untergrenze
Jedes Piktogramm muss mindestens ein Fünfzehntel der Etikettenfläche einnehmen und darf nie kleiner als 1 Quadratzentimeter sein. Dazu kommen die Mindestmaße aus Tabelle 1.3, gestaffelt nach Fassungsvermögen. Ein Piktogramm, das ins Layout hineingeschrumpft wurde, ist ein Kennzeichnungsmangel.
Rot, deutlich sichtbar, als Sonderfarbe
Der rote Rahmen ist Teil des Piktogramms, kein Zierrahmen. Er muss deutlich sichtbar sein, also breit genug im Verhältnis zur Raute. Und er sollte als Sonderfarbe gedruckt werden: Ein aus Cyan, Magenta und Gelb aufgebautes Rot schwankt von Auflage zu Auflage und von Material zu Material.
Zwei Sprachen brauchen zwei Lagen
Die Kennzeichnung muss in der Amtssprache jedes Landes vorliegen, in dem geliefert wird. Zwei Sprachen bedeuten die doppelte Zeilenzahl bei gleicher Etikettengröße und gleicher Mindestschrift. Wer trotzdem alles auf eine Lage zwingt, unterschreitet die Schriftgröße. Ein Peel-off- oder Klappetikett löst das sauber.
Erst der Stoff, dann das Material
Ein Etikett, das im Musterordner gut aussieht, kann nach dem ersten Umfüllen unlesbar sein. Lösemittel lösen Druckfarbe, Reiniger greifen Lack an, UV bleicht Rot aus. Und ein verblasstes Piktogramm ist keine Kennzeichnung mehr. Sagen Sie uns Inhalt, Reinigungsmittel und Standort, bevor wir das Material wählen.
So entsteht Ihr GHS-Etikett
- Einstufung und Gebinde klärenPiktogramme, Signalwort, H- und P-Sätze und die UFI stehen in Ihrem Sicherheitsdatenblatt. Dazu Fassungsvermögen, Sprachen und die Frage, ob das Produkt an die breite Öffentlichkeit geht.
- Format und Aufbau festlegenWir rechnen Etikettengröße, Piktogrammgröße und Schrift gegen Ihre Textmenge und sagen Ihnen, ob eine Lage reicht oder ob ein Peel-off-Etikett nötig ist.
- Andruck auf dem echten MaterialSie bekommen einen Andruck auf dem vorgesehenen Material. Das Rot gleichen wir gegen ein Referenzmuster ab, die Schriftgrößen messen wir nach.
- Drucken, veredeln, liefernGedruckt mit Sonderfarbe, auf Wunsch lackiert oder laminiert, gestanzt und auf Rolle, Bogen oder als Peel-off geliefert.
Schicken Sie uns das Sicherheitsdatenblatt
Mit Abschnitt 2 Ihres Sicherheitsdatenblatts, dem Fassungsvermögen und den gewünschten Sprachen können wir Etikettengröße, Aufbau und Material festlegen und Ihnen sagen, ob eine Lage reicht. Musterstücke zum Testen an Ihrem eigenen Gebinde schicken wir vorab.
Häufige Fragen zu GHS- und Gefahrstoffetiketten
Was ist der Unterschied zwischen GHS und CLP?
GHS ist das global harmonisierte System der Vereinten Nationen, ein Baukasten von Einstufungsregeln und Piktogrammen. CLP ist die europäische Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die diesen Baukasten in verbindliches Recht übersetzt. In Europa gilt also CLP, und die Piktogramme darin sind die GHS-Piktogramme.
Wie groß muss mein Etikett sein?
Das hängt am Fassungsvermögen der Verpackung. Bis 3 Liter mindestens 52 mal 74 Millimeter, über 3 bis 50 Liter 74 mal 105, über 50 bis 500 Liter 105 mal 148 und darüber 148 mal 210 Millimeter. Das sind Mindestmaße für die Fläche, die den Pflichtangaben gewidmet ist.
Und wie groß müssen die Piktogramme sein?
Jedes Piktogramm muss mindestens ein Fünfzehntel der Etikettenfläche einnehmen und darf nie kleiner als 1 Quadratzentimeter sein. Dazu kommen feste Untergrenzen: bis 3 Liter mindestens 10 mal 10 Millimeter, möglichst 16 mal 16, dann 23 mal 23, 32 mal 32 und 46 mal 46 Millimeter.
Was ändert sich durch die CLP-Revision?
Die Revision (EU) 2024/2865 bringt erstmals verbindliche Formatvorgaben: Mindestschriftgrößen je Gebindegröße, einen Zeilenabstand von mindestens 120 Prozent der Schriftgröße, eine serifenlose Schrift und schwarze Schrift auf weißem Grund. Dazu Regeln für Klappetiketten und für die digitale Kennzeichnung.
Ab wann gelten die neuen Formatvorgaben?
Ursprünglich ab dem 1. Juli 2026. Mit der Verordnung (EU) 2025/2439, in Kraft seit dem 23. Dezember 2025, wurden die Formatvorgaben, die Aktualisierungsfristen sowie die Regeln zu Werbung und Fernabsatz auf den 1. Januar 2028 verschoben. Wer früher umstellen will, darf das freiwillig tun. Wir empfehlen, die Umstellung mit der nächsten ohnehin fälligen Neuauflage zu verbinden.
Was ist die UFI und muss sie aufs Etikett?
Der eindeutige Rezepturidentifikator, 16 Zeichen in vier Blöcken, mit dem Kennzeichen UFI: davor. Er verbindet Ihr Etikett mit der Meldung an die Giftinformationszentren. Pflicht ist er auf Gemischen, die wegen Gesundheits- oder physikalischer Gefahren eingestuft sind. Er gehört auf das Etikett und bei Klappetiketten auf die Vorderseite.
Welches Signalwort kommt aufs Etikett?
Entweder Gefahr oder Achtung, niemals beide. Trifft für ein Produkt sowohl Gefahr als auch Achtung zu, steht nur Gefahr auf dem Etikett. Das Signalwort ist Pflichtbestandteil und muss deutlich hervorgehoben sein.
Mein Text passt nicht auf das Etikett. Was nun?
Der häufigste Fall, besonders bei zwei Sprachen. Kleiner setzen ist keine Lösung, weil Piktogramm- und künftig auch Schriftgrößen Untergrenzen haben. Die saubere Antwort ist ein mehrlagiges Etikett: ein Peel-off-Etikett oder ein Klappetikett. Auf 60 mal 40 Millimetern verdreifacht das die nutzbare Fläche.
Brauche ich einen tastbaren Gefahrenhinweis?
Wenn ein gefährlicher Stoff oder ein Gemisch an die breite Öffentlichkeit abgegeben wird und bestimmte Einstufungen vorliegen, ja, und zwar unabhängig vom Fassungsvermögen. Die technischen Anforderungen richten sich nach EN ISO 11683. Der Hinweis gehört auf die Verpackung, bei mehrlagigen Etiketten auf die geschlossene Decklage.
Halten Ihre Etiketten Lösemittel und Reiniger aus?
Mit dem passenden Aufbau ja. Wir arbeiten hier mit Folie statt Papier und wählen Druckfarbe, Lack und Klebstoff nach dem Medium. Sagen Sie uns, was im Gebinde ist und womit gereinigt wird. Musterstücke zum Selbsttest an Ihrem eigenen Gebinde schicken wir vorab, das ist die einzige Prüfung, die zählt.
Warum drucken Sie das Rot als Sonderfarbe?
Weil der rote Rahmen Teil des Piktogramms ist und deutlich sichtbar sein muss. Ein aus Cyan, Magenta und Gelb aufgebautes Rot schwankt zwischen Auflagen, Materialien und Druckverfahren. Als Sonderfarbe gedruckt und gegen ein Referenzmuster abgeglichen sieht die Nachbestellung in zwei Jahren aus wie die erste Lieferung.
Nehmen Sie mir die Einstufung ab?
Nein, und das sollten wir auch nicht. Einstufung, Piktogramme, Signalwort, H- und P-Sätze und die UFI ergeben sich aus Ihrem Sicherheitsdatenblatt und der Bewertung Ihrer Fachkraft oder Ihres Beratungsunternehmens. Wir setzen um, was dort steht, halten Maße, Farben und Schriftgrößen ein und beraten zu Material, Aufbau und Beständigkeit.
Das könnte auch passen
Abschnitt 2 des Sicherheitsdatenblatts genügt für die erste Einschätzung.
Blanko Etiketten auf DIN-Bogen finden Sie unter Endi-Haft, alle Etikettenarten im Etikettendruck.